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Aufbau von Wissen über Kunststoffseile

Beim Teilprojekt „Ablagekriterien“ war das Projektziel die Schaffung von optischen bzw. mit einfachen Mitteln feststellbaren Ablagekriterien für Forstseile aus UHMPE-Fasern wie z.B. Dyneema.

Als mögliche Indikatoren für die Ablegereife gelten die mit fortschreitender Be- und Abnutzung eintretenden Oberflächenveränderungen sowie der quantifizierbare Faserverlust.

Für künstlich, aber naturähnlich abgenutzte Seile wurde eine Gesetzmäßigkeit zwischen ansprechbaren Abnutzungserscheinungen bzw. mit einfachen Methoden quantifizierbaren Faserverlusten und damit einhergehender Reduktion der Bruchkraft hergestellt. Aus dem gesammelten Datenmaterial wurden Richtwerte zur Feststellung des Grenzzustandes des Seiles ermittelt. Daraus abgeleitete Kriterien ermöglichen es dem Anwender, nach angemessener Einschulung, das Erreichen des Grenzzustandes des Seiles rechtzeitig festzustellen und die Einhaltung der in einschlägigen Normen für forstlich verwendete Seile vorgesehenen Sicherheitskoeffizienten effektiv zu überwachen. Als Nebenergebnis können Unterschiede in der Abriebfestigkeit zwischen den verschiedenen Produkten aufgezeigt werden.

Beim Teilprojekt „Verhalten bei Schmutzeintrag“ war das Projektziel, den Einfluss der Verschmutzung auf die Bruchkraft von UHMPE-Seilen zu analysieren, um bei Verwendung dieser Kunststoffseile den für Windenseile normativ geforderten Sicherheitsfaktor 2 einhalten zu können. 

Aus der Veränderung der Bruchkraft der Seile  durch die Verschmutzung wurden in Kombination mit den Ergebnissen der zitierten Untersuchungen Richtwerte zur Berechnung der erforderlichen Anfangsfestigkeit eines Kunststoffseiles ermittelt. Dies soll im Sinne des Arbeitnehmerschutzes die Einhaltung der in den einschlägigen Normen für forstliche Anwendungen vorgesehenen Sicherheitskoeffizienten auf die gesamte Dauer der kalkulierten Einsatzzeit des Seiles gewährleisten.